Zurück zur Natur

Ein Projekt der Klassen 3a und 3b im Schuljahr 2013/14

• Lebensmittel sollen von den SchülerInnen kritisch betrachtet werden. – Wo kommen sie her? Wie werden sie hergestellt? 
• Den SchülerInnen soll bewusst gemacht werden, wie einfach wir Lebensmittel selber herstellen können.

Als Neue Mittelschule hier in Kötschach-Mauthen ist es uns ein besonderes Anliegen, Aktivitäten zur Verbundenheit zur Region und zur Gesundheitserziehung zu planen und durchzuführen. Wir arbeiten an unserer Schule sehr praxisnah. Die SchülerInnen sollen dadurch ihr Wissen erweitern und erfolgreich auf ein gesundes Leben vorbereitet werden. Deshalb wurde  das Projekt "Zurück zur Natur" mit den Klassen 3a und 3b durchgeführt.

Die SchülerInnen berichten darüber:










Gemüse Power aus Würmlach

Uns ist die Qualität der Lebensmittel auf unseren Tellern sehr wichtig. Fleisch und Speck kommt aus der hauseigenen Landwirtschaft. Bei Salat und Gemüse setzen wir auf Produkte unseres regionalen Partners der "Gemüsefarm in Würmlach".

Die täglich frisch geernteten Produkte können ab Hof bei Norbert und Marion gekauft werden. Auch die regionale Gastronomie wählt gerne die Produkte aus der "Gemüsefarm". Verschiedenste Salate, Kohlrabi, Lauch, Paprika, Pfefferoni, Ruccola, Vogerlsalat, Karotten und Melanzani sind nur einige der vielen Gemüsesorten. 
Im Mai werden auch Jungpflanzen und  Kräuter wie Tomaten, Thymian, Zitronenthymian, Petersilie, Schnittlauch, Minze oder Lavendel uvm. für den heimischen Garten zum Verkauf angeboten.
Keine Spritzmittel - Kein Kunstdünger!
Zum Einsatz kommt eine Biomatfolie aus verrottbarer Maisstärke, die das Wachstum von Unkraut verhindert. Dadurch ist es möglich, die komplette Gemüsefarm ausschließlich mit biologischem Dünger zu bewirtschaften.

Bio Käsehof Zankl 

Im Bergbauerndorf Stollwitz, auf der Sonnenseite des schönen Gailtals, umgeben von saftigen Wiesen und Weiden, - dort sind sie zu Hause! Drei Generationen leben und arbeiten am Hof im Kreislauf mit der Natur. Die besondere Vielfalt von Kräutern und Gräsern auf ihren Wiesen, die schonende Ernte von Heu und Grummet, sowie der Verzicht auf Silagefütterung bilden die Voraussetzung für ihre einzigartigen Käsesorten. Zehn Kühe sind den ganzen Sommer auf der Weide und fühlen sich dabei KUH – WOHL. 

In der Käserei 
Barbara und Hubert verarbeiten in der kleinen Hof-Käserei nach alter traditioneller Rezeptur seit 25 Jahren Bio-Heumilch zu schmackhaftem Rohmilchkäse. 

Wir durften bei der Käseherstellung zusehen:
Für die Hartkäseherstellung muss man Milch aufkochen, Labpulver dazugeben, dann wird die Käseschicht mit einer Harfe geschnitten. Anschließend wird die Masse noch einmal auf 52 Grad erhitzt und  nach 25 Minuten wird diese mit einem großen Netz herausgefischt und gepresst. Danach wird der Käse in ein Salzbad gelegt und täglich umgedreht.
Spezielle Reiferäume und gute Pflege beeinflussen den einzigartigen Geschmack. 
Der Bergkäse beeindruckt durch seinen vollen Geschmack. Die kräuterreiche Heumilch und eine Reifezeit von mindestens drei Monaten sind dafür verantwortlich.
Der Hofkäse ist ein würziger Schnittkäse mit Rotkulturreifung. Anspruchsvoll in seiner Pflege reift er nur unter besonderen klimatischen Bedingungen im Reiferaum.
Der Camemberg – nein das ist kein Schreibfehler!, der Weißschimmelkäse wird bei uns am Berg erzeugt und je nach Reifestadium ist er cremig, weich und angenehm, mild bis kräftig würzig. Die verschiedenen Käsesorten werden großteils in der Region vermarktet. 

St. Danieler Geschäft   

Hier ein kurzer kulinarischer Streifzug! Es gibt Hofkäse, Bergkäse und "Camemberg" vom Zankl-Hof am Stollwitz, Gailtaler Almkäse und Almschotten von der Bischofalm, Gailtaler Speck, Rohwürste, Verhackertes aus Stranig, frisches Gemüse von der Würmlacher Gemüsefarm, köstliches Bauernbrot, Nudel vom Lenzhof über Grafendorf, Spirituosen aus der St. Danieler Edelbrennerei, geräucherte Forellen vom Zankl aus Weidenburg, Gailtaler Bienenhonig, handgeschöpfte Schokolade aus Sillian, regionale Naturkosmetik von der Kräuterexpertin Traudi Kanzian…
Neben diesen regionalen Spezialitäten gibt es noch vieles mehr. Viele Dinge des täglichen Bedarfs, viele Bio-Lebensmittel und kleine Geschenke für die Lieben zuhause. Gerhild Schmid berät Sie hier sehr kompetent und freundlich.




Sissy Sonnleitner

In den 70er Jahren änderte sich der Tourismus in Kötschach-Mauthen durch die Eröffnung der Tauernautobahn schlagartig. Sissy und Kurt Sonnleitner mussten sich nach Alternativen zum bisherigen Gasthof-Konzept umsehen.
Der Besuch eines Kochseminars bei Elfie Casty in der Schweiz führte zu der Idee eines individuellen Landhauses mit ausgezeichneter Küche. Im Laufe der Jahre entwickelte sie gemeinsam mit ihrem Mann aus der regionalen Küche und dem Einfluss des nahegelegenen Italien die Alpen-Adria-Küche.

Wir wurden durch eine einladende und helle Eingangshalle gelotst und betraten einen, im Landhausstil gestalteten Speisesaal, wo wir an den großen runden Tischen Platz nahmen. Die Tochter des Hauses, Stefanie, hielt einen sehr interessanten Vortrag über die vegane Küche. 
Daraufhin wurden wir in die Küche gebeten, wo wir unter der Anleitung von Sissy Sonnleitner schmackhafte Rezepte zubereiteten und anschließend mit Genuss verzehrten. Gestärkt verließen wir mit neuen Erfahrungen die Genusswerkstatt, die ihrem Namen in allen Bereichen mehr als gerecht wird.
Vielen Dank an Frau Sonnleitner.

Vegane Küche

Die vegane Ernährung enthält keinerlei tierliche Bestandteile und ist, sofern richtig und abwechslungsreich durchgeführt, die gesündeste Ernährung und das Beste für Umwelt, Klima, Tiere und Menschen. Denn nur durch genügend gute Informationen kann man auch gute Entscheidungen zum eigenen Wohl und zum Wohl der Welt treffen. 
Vegan zu sein bedeutet, sein Leben auf eine Art und Weise zu führen, die möglichst wenig Leid von Tieren oder Menschen zur Folge hat.  Weder durch die Ernährung, noch durch Kleidung, Tierversuche oder für die eigene Unterhaltung Tiere sollen Menschen leiden. Deswegen werden Tierprodukte im Essen durch pflanzliche Alternativen ersetzt und auch Kleidung, die aus Tierhaut oder Haaren besteht, wird durch pflanzliche oder künstliche Alternativen ersetzt. Weiterhin werden Produkte, die in Tierversuchen getestet werden, gemieden und Unterhaltungsformen, bei denen Tiere zu Schaden kommen oder getötet werden, nicht unterstützt. 




Energiebälle
Knäckebrot

Vortrag: Gesunde Ernährung

Es besuchten uns die Biobäuerin Frau Rettl und die Diätexpertin Frau Dr. Hörmann. Mit Frau Rettl bereiteten wir eine gesunde Jause zu – selbstgemachtes Knäckebrot, Kräuteraufstrich und Energiebällchen. 

Gemeinsam besprachen wir mit Frau Dr. Hörmann die  Ernährungspyramide. Wir erarbeiteten die verschiedenen Stufen der Pyramide.

Zum Schluss durften wir unsere Jause essen und es hat allen sehr gut geschmeckt. Wir fanden es sehr informativ und interessant.

Das haben wir zubereitet:

Energiebälle
Zutaten für ca. 40 Stück

250ml Apfel- oder Orangensaft, 50g Maismehl, 50g Weizenvollkornmehl, 1 Pkg. Vanillezucker, 1 EL Honig, 1 EL Zitronensaft, 2 Msp. Zimt, 2 Msp. Anis, 1 Prise Salz, 100g Trockenfrüchte (z.B. Feigen, Marillen, Datteln, Rosinen …), 80g geriebene Mandeln, 80g gehackte Mandeln, 40g Kokosflocken, Kokosflocken oder geriebene Nüsse zum Wälzen, ca. 40 kleine Konfektkapseln 
Zubereitung
1. Apfel- oder Orangensaft mit Mais- und Weizenvollkornmehl in einem kleinen Kochtopf gut vermischen. Unter Rühren 1-2 Min. aufkochen lassen, bis die Masse dicklich wird. Masse vom Herd nehmen und ausquellen lassen.
2. Vanillezucker, Honig, Zitronensaft, Zimt, Anis und Salz zur ausgekühlten Masse geben.
3. Trockenfrüchte kleinwürfelig schneiden und dazugeben. Gemahlene und gehackte Mandeln sowie die Kokosflocken hinzufügen. Alles zu einer gleichmäßigen Masse verrühren.
4. Kleine Kugeln formen und diese in Kokosflocken oder geriebene Nüssen wälzen. Bällchen in die Konfektkapseln setzen.

Knäckebrot
200 g Weizenvollkornmehl, 50 g Hirse, 4 EL Sonnenblumenöl, 100 g Wasser, Salz
Zubereitung
1. Alle Teile gut miteinander verarbeiten. Kümmel, Sesam, Haferflocken, Leinsamen oder Nüsse hinzufügen. Der Teig soll zwar fest, jedoch geschmeidig und zum Ausrollen geeignet sein. (Wenn der Teig zu fest ist, etwas Wasser nachgeben)
2. Eine sehr dünne Platte auf die gesamte Größe des befetteten Backblechs ausrollen.
3. Die dünne Platte mit einer Gabel mehrmals einstechen; gewünschte Fladengröße mit Teigradl perforieren 
4. Den Teig fest andrücken und bei 200 Grad etwa 10 – 15 Minuten goldbraun backen.
6. Das Gebäck ist sofort verzehrbar, andererseits auch lagerfähig.

Unser Projekt "Zurück zur Natur" endete in der Schule. Die verschiedenen Kräutern von der Gemüsefarm wurden in der Schulküche getrocknet. 
Die SchülerInnen stellten ihr eigenes Kräutersalz her. In einer schönen Verpackung fand es bei den SchülerInnen und den Eltern großen Anklang. 
Wir bedanken uns herzlichen bein allen Mitwirkenden!

Dieses Projekt wurde 2015 vom Land Kärnten mit dem Gesundheitspreis ausgezeichnet.